Therapeutische Eigenschaften

BEI KÜNSTLICHEM STILLEN
UNIVERSITÄT VON BOLOGNA
Institut für Kinderpflege des Spitales Gozzadini

Das Wasser Cerelia ist wegen seiner chemisch-physischen und organischen Eigenschaften, die ihm einen hohen Verdaulichkeitsgrad verleihen, besonders in der Kindheit und vor allem im Falle künstlichen Stillens zur Verflüssigung von Kuhmilch oder des im Handel befindlichen Milchpulvers angezeigt, da es die Verdaulichkeit und die Assimilation favorisiert und daher den eventuellen Schaden aufgrund von unzureichender Verwendung des Nahrungsgutes verhindert oder einschränkt.
 
BEI NIEREN- UND LEBERERKRANKUNGEN
UNIVERSITÄT VON BOLOGNA
Institut für medizinische Hydrologie und Physiotherapie
Das Wasser Cerelia, Oligo-Mineral-Bikarbonat-alkalisch und erdhaltig, reich an Silikaten, ist besonders bei krankhaften Leiden wegen verändertem Ausstausch der Harnsäure und akuter Diatesi (Gicht, Steinleiden, etc.) angezeigt sowie bei chronischen Entzündungen der Harnwege (Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung, etc.); wegen seiner reinigenden und entgiftenden Wirkung kann es außerdem nutzbringend in einigen Fällen von Lebererkrankungen (Gallensteinleiden, Entzündung der hinteren Blase, Blutandrang und Untauglichkeit der Leber) verabreicht werden; letztlich, aufgrund seiner reichen chemischen Eigenschaften, seiner Reinheit, seiner bekannten Leichtigkeit und seines angenehmen Geschmackes, regt es auch den Appetit an und erleichtert die Verdauung; deshalb kann es für eines der besten Mineralwasser ohne Kohlensäure gehalten werden.
 
KLINISCH- PHARMAKOLOGISCHER BERICHT
Institut für medizinische Hydrologie und Physiotherapie
UNIVERSITÄT VON BOLOGNA
Die Quelle Cerelia entspringt aus dem Erdinneren in der Gegend von Pradavena, einer kleinen freundlichen Talebene auf 755 Metern über dem Meeresspiegel in der Nähe der Ortschaft Cereglio, Gemeinde von Vergato (Bologna). Seit mehr als einem halben Jahrhundert nützt die örtliche und umliegende Bevölkerung diese Quelle zu therapeutischen Zwecken, auch auf Rat der Ärzte der nahen Orte, die wiederholte Male die wohltuenden Wirkungen des Wassers von Pradavena bei Erkrankungen des Harnapparates und auch der Lebererkrankungen feststellen konnten. Wir haben vor allem einige grundliegende pharmakologische Aspekte des Wassers mit besonderem Augenmerk auf seine Löslichkeit der Harnsäure untersucht. Aufgrund einer Reihe von Forschungen liegen die folgenden Erfahrungswerte vor: in 100 cc. Mineralwasser Cerelia und in 100 cc. Destilliertem Wasser lösen sich je 0,02 Gramm Harnsäure; es werden daher in einer Reihe von 10 Reagenzgläsern eine von 1 bis 10 cc. ansteigende Menge an Harnsäurelösung in Mineralwasser und analog, in einer anderen Reihe von 10 Reagenzgläsern eine von 1 bis 10 cc. ansteigende Menge an Harnsäurelösung in destilliertes Wasser gegeben. Alle Reagenzgläser werden dann mit destilliertem Wasser auf 10 cc. Aufgegossen. Nach fünf Stunden bei Raumtemperatur wird das Ergebnis erhoben und es zeigt, daß in den Reagenzgläsern mit destilliertem Wasser die Opaleszenz im vierten Reagenzglas erscheint und steigend deutlicher wird entsprechend der Zunahme der Harnsäuremenge, alle Reagenzgläser mit Wasser Cerelia sind hingegen vollkommen klar. In einer zweiten Untersuchung geht man folgendermaßen vor: in einem Liter Mineralwasser Cerelia löst man Harnsäure bis zum Erhalt einer leichten Trübung, die Lösung wird für 24 Stunden auf Raumtemperatur gehalten und man kann festellen, daß 240 mmg, und daher die ungefähr dreifache Menge, Harnsäure nötig sind, um dieselbe Trübung in einem Liter destillierten Wasser zu erhalten. Die aus den obengenannten Forschungen erhaltenen Ergebnisse sind der Basenhaltigkeit des Mineralwassers Cerelia und seinem nicht geringen Gehalt an Silikat zuzuweisen; es ist in der Tat die Eigenschaft der Löslichkeit der Silikate in vitro bewiesen. Von den neuen pharmakologischen Beweisen zur klinischen Betrachtung übergehend, hat man die therapeutische Wirkung des Wassers Cerelia mittels einer Gruppe von 14 Personen, welche unterschiedliche krankhafte Leiden des Harnapparates zeigten, studiert; im besonderen handelte es sich um 4 Fälle von Nierensteinerkrankung, 1 Fall von Harnsteinleiden, 6 Fällen chronischer Blasenentzündung, 3 Fällen von akuter Nierenentzündung.
 
THERAPEUTISCHE
ERFOLGE

Die 4 Fälle von Nierensteinerkrankung haben positiv auf die Behandlung mit Mineralwasser reagiert. Es handelt sich um drei Personen mittleren Alters (von 40 bis 50 Jahren), die auch in der nahen Vergangenheit an Nierenkoliken mit ähnlichen Symptomen gelitten haben: der vierten Person, 65 Jahre alt, wurde 1949 ein großer Nierenstein entfernt. In allen vier Fällen war, im Moment der Verabreichung von Mineralwasser, eine latente Nierensteinerkrankung mit ständigen Lendenschmerzen und manchmal mit vorhergehenden Irradiationen in Richtung des Schamhügels und der Hoden gegeben; die Giordanoprüfung ist positiv, der Harn ist häufig trüb, mikroskopisches Vorhandensein von Blut im Harn und zahlreiche weiße Blutkörperchen im Harnbodensatz, Diuresi (Harnausscheidung) im Durchschnitt 900-1000 pro Tag, bei der senilen Person, die bereits an Pollachiuria (erhöhte Häufigkeit der Harnausscheidung) operiert worden war, (Häufigkeit zehn-zwölf Mal am Tag, zwei-drei Mal in der Nacht). In diesen 4 Fällen von akuter Nierensteinerkrankung hat man, von den ersten Tagen der hydroponischen Verabreichung (Eintunken der Nahrung in Salzlösung) an, einen beträchtlichen Anstieg wässriger Diuresi auf 1500-2800 cc pro Tag bemerkt, während sich der Wert des spezifischen Gewichtes des Harns und sein Grades an Absonderung von der Urea und der Cloride erniedrigten, bei der Person mit Pollachiuria kehrte die Häufigkeit des Urinierens fast zur Normalität (5-6 Mal am Tag und 1 Mal in der Nacht) zurück; der Bodensatz zeigte außerdem die Erscheinung eines mikroskopischen Vorhandenseins von Blut im Harn und einen erheblichen Rückgang der weißen Blutkörperchen. Auch die klinischen Symptome veränderten sich zum Positiven; die Kranken bemerkten eine ansehnliche Verringerung des Schweregefühles in der Lendenregion, während die Giordanoprüfung objektiv intensiv positiv ausfiel.

Im Falle des Harnsteinleidens handelt es sich um eine junge Frau im Alter von 21 Jahren aus Monte Maggiore (Bologna), die sich seit einem Jahr über schwere Schmerzen auf der rechten Seite beschwerte, besonders nach physischer Anstrengung; am 17-7-1950 verspürt sie sehr starke Schmerzen auf der rechten Seite mit Gereiztheit nach vorne und hinten, Gebrechen, 37,8 Fieber; der Harn erscheint rötlich. Die Kolik dauert drei Tage, von diesem Zeitpunkt an leidet sie dauernd an einem Schweregefühl auf der rechten Seite. Die Cystoskopie (optische direkte Überprüfung der Harnblase mit dem Cystoskop) erhebt Absätze an diesem Ort, rechts davon Gewebewassersucht, man führt außerdem einen Katheder in die rechte Harnröhre und die Sonde dringt leicht 8 cm ein. Die Urografie bei leerer Harnblase (26-8-1950) zeigt im unteren Bereich der Beckengrube das Vorhandensein eines kalkhaltigen Schattens, von länglicher Form, der Größe einer Bohne, etwas rechts von der Mitte gelegen, wahrscheinlich handelt es sich, wegen seiner Eigenschaften, um einen Harnstein. Mittlere Diuresi: 500-600 cc. Pro Tag Im Harn: P.S. 1008-1010, Spuren von Eiweißstoff und Blut; im Bodensatz sehr zahlreiche, teils degenerierte weiße Blutkörperchen, und zahlreiche rote Blutkörperchen.


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